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Vyjiskarn Hjallkarsson
Karnwiki
Eigenschaften
Völlständiger Name Vyjiskarn Hjallkarsson
Alter ~100 Jahre
Geburtsort Patamor, Morheim
Stand verlobt
Beruf Eigenständiger Schöpfer
Wohnort -
Fraktion Asmodier
Rasse Daeva
Klasse Beschwörer, eigene Interpretation
Legion Leviathan, Passagier
"Aion?
Richtig, Vollkommen. Ein Wesen, ein Schöpfer, ein Gott? Ein Trugbild.
Trotz der Spaltung der Menschheit, all der Jahre, die seit dem Ereignis vergingen, denkt das Volk immer noch an den Einen. Denkt, betet, glaubt, preist. Ich brauche keinen Gott, der mir vorgibt, Teil eines Ganzen und Feind des Rests zu sein. Keinen Gott, der sich nicht zeigt, der nicht den Bund mit mir eingeht, nach dem ich suche. Wenn Aion existiert, dann ist es nicht die Art von Existenz, für die meine Definition von Gott zutrifft. Sicher, es werden die Sagen, Taten, Manipulationen meines Vaters gewesen sein, die mich nun so denken lassen, aber mein Vertrauen in Ihn ist größer als der Abgrund gen Elysea. Ich bin überzeugt, dass mein Glaube der Richtige ist, denn er manifestiert sich in dieser Welt, er nimmt Besitz von seinen Glaubenden, er ist gesellschaftsfähig und bewahrt größtenteils vergessene Traditionen. Vidars Wille ist in mir, verstärkt von unzähligen Willen anderer Asen, ihr Geist ist es, den ich atme, ihr Blut, dass mein Herz antreibt, ihre Augen, die mich die richtige Welt sehen lassen, ihr Fleisch, das mir das Gefühl gibt, einen gottanwärtigen Körper zu besitzen. Allvater, sei mein Zeuge, ich bin dein Sohn, deine Schöpfung, deine Form. Lass mich dein Ideal vervollständigen."
//Fetzen einer flüchtigen Einstellung Vyjiskarn Hjallkarssons, Jugend


Leben Bearbeiten

Wenn man nicht gerade einer Tätigkeit nachgeht, die einen an diesen Ort führen könnte, sei es Holzfällen, Jagen, das Suchen von Pilzen und Kräutern oder ein allgemeines Förstertum, sollte man den Ursprung dieser Geschichte nicht aus eigener Kraft entdecken. Selbst den Vögeln, die in unschätzbarer Zahl diese Gegenden umkreisen, ist kein Blick durch das dichte Blätterdach gewährt, das die uralten Bäume schufen, zwischen denen jene Hütte steht. Ein Trampelpfad führt zu ihrem Eingang, einer, der nicht einmal eindeutig auf Asmodier verweist, schließlich haust genug Wild im Gehölz, einer, der sich im Wald verliert, wenn man ihn nicht anderen zu weisen kann, bevor man auf einen normalen Pfad trifft, der sich durch Patamor schlängelt. Trotz der unermesslichen Zeit, die wenigen Bäumen Atreias in diesem Maße geschenkt wird, verharrt die Hütte, komplett aus Holz gezimmert, noch immer jedem Wetter trotzend, als würde sie selbst leben. Unbetretenes Moos umrundet die Fläche um die Behausung, Pilze räkeln sich in ihrem Schatten, Ranken klettern ihre Stämme herauf, Farn bedeckt tektonischen Schieferwuchs an ihrer Seite. Drei lange nicht geöffnete, wahrscheinlich festgewachsene Fenster lassen Licht und Blicke ins Innere, jedenfalls wenn die Sonnenstrahlen den harten Weg durchs Blätterdach schaffen oder neugierigen Wesen den härteren Weg durch den Wald hierhin gelingt. Die Tür, nicht einmal verschließbar, führt in ein für sich abgeschlossenes Inneres, das selbst in den Jahren dieser Gegenwart immer noch bewohnt wird. Vierzig Jahre lang, vierzig Wiederholungen des Angriffs des Eises auf Patamor also, verbrachte Vyjiskarn, gerufen Karn, ohne das Gehölz eines Schrittes zu verlassen. Ein degenerierter Abgeschotteter also, unfähig in Anpassung und Sozialdenken, so findet sich gern das Vorurteil über Waldkinder. Es sollte sich ein weiteres Mal bewahrheiten, als er den eigenen Weg fand, in die Dörfer, die ihn belächelten, die Stadt, die ihn vergällte, die Welt, die ihn verlor. Es war der Tod seiner Mutter Ragnhyld, der ihn dazu veranlasste, das ruhige Heim der Bastion von Bäumen und Dornen hinter sich zu lassen, nicht, um um sie zu trauern, weil ihr etwas schuldete oder um sie zurückzuholen. Ein Wort hätte gereicht. Aber welche Menschenseele findet schon seinen Weg in den Äther? Ein Gespräch hätte gereicht. Beschenkt von Erbgut und Lehre der besten sich für ihn vorzustellenden Elternteile zog er in die Welt, zu lernen. Begleitet von einer Schar Illusionen, einem Bündel explosiven Glaubens, eingeimpft über Dekaden hinweg, durfte er am Ende seiner Reise in die Stadt feststellen, dass man bereit war, ihm das Leben eines Nekromanten zu bieten, so er das eigene dafür ließe. Nicht dass es um das Leben schaden wäre, die Zeit, die verging, die Kosten und Pflichten - Aber es war nun nicht der Körper seiner Mutter, den er wieder aus der Erde heben suchte, es gab weder ein Verlangen nach Macht, noch nach körperlicher Nähe, noch nach einem Blickkontakt, noch nach einer weltlichen Veränderung. Hinfällig. Dies also sollte erst der Anfang seiner Suche sein.

Als ein weiteres Dutzend Winter verstrich, konnte er die flinken Finger, geerbt von der täglich strickenden Mutter, wenigstens zu etwas fordern, das ihm das Leben komfortionierte - Kinah. Kaum hatte er die Welt des Selbstfokus verlassen, musste er feststellen, eine Zecke an einem krankprallen Geldbeutel zu sein, nicht mehr und nicht bedeutend weniger. Die Ereignisse überschlugen sich. Er verlor sich in Arbeit und fand sich doch wieder, er stritt alles ab und löste sich aus der Stadt, er stolperte über ein Mädchen und verlobte sich im nächsten Moment, so jedenfalls schien die Zeit zu verfliegen. Als ihn jedoch die Information überfuhr und jegliche Fantasie denn Konzentration aus den Träumen nahm, es hätte Menschen gegeben, die zu Verstorbenen redeten, beschworen, und es würden auch nun noch Daeva leben und tätig sein, die zu mehr als Kommunikation imstande waren, musste er in einem für andere sicher hochegozentrischen Akt sein eigenes Leben aufs Spiel setzen, das seiner Verlobten dazu und die Probe der Narren führen. Seine vollkommene Identität würde fallen und er dazu gezwungen, eine ganze Welt zu bereisen verlassen, eine vollkommen neue und fremde Welt zu entdecken erschließen. Genügend Vorwände würde es darum herum geben. Wofür jedoch sollte er sonst sein Leben geben - denn für ein Lebensziel?

Ein Schiff mit roten Segeln trug sie nach Elysea.

Beziehungen Bearbeiten

Vyjiskarn ist trotz einem bald ungesunden Selbstbewusstsein extrem introvertiert und alleinstehend. Der prägenden und ihn überzeugenden Erziehung nach ist die Familie, wie so jeden Tag beteuert, das einzige Metall, dessen Kette des Vertrauens nicht durch halbe oder spröde Glieder gefährdet ist. Zwar findet er sich, wenn es darauf ankommt, in eine Gesellschaft ein, die ihm einen Stein aus dem Weg rollt, so er es nicht allein schaffe, doch präsentiert er in diesen Augenblicken stets eines vieler Gesichter, derer, die nicht auf ein allzu hohes Maß an Misstrauen oder Nachdenklichkeit stoßen lassen. Diese Umgangsart macht ihn, wenn man ihn als Mensch über sich hinaus betrachtet, einsam und beinahe bar fester Beziehungen.

Familie Bearbeiten

Hjallkar Vidarsson, Vater, Patamor

Norlskjallr Vidarsson, Großonkel, Sand Triniels

Freyvior Hjallkarsson, Bruder, Leviathan

Njala Kjolvorsdottr, Verlobte

Besondere Kenntnisse Bearbeiten

Sein mütterliches Erbe besteht einerseits in der Wärme, die er im Herzen trägt, sich jedoch selten für seine Belange einsetzt, andererseits in der Gabe von Nadel und Faden, da sein Bruder und er schon von Kindesbeinen an die Felle an den Leib genäht bekamen. Die Beschäftigungen an Schlechtwettertagen waren begrenzt und das zwangsläufige Interesse an Strickkunst überraschenderweise noch nützlich, als sie ihre Mutter zum letzten Mal mit artgleichen Fellen zudecken konnten. Was ihm doch sein Vater ließ und das weder durch Magie noch Vererbung eigener Künste, verfolgt ihn in jeder Situation seines Lebens, was auch nicht weiter verwunderlich war, da die Geschichten, um die es geht, nicht nur an Schlechtwettertagen, sondern vor jedem Schlaf und jeder Mahlzeit gehalten wurden. Es gab eine Zeit vor ihrer Zeit, wie es immer Zeiten vor Zeiten gibt, doch diese, in der sein Vater und noch seine Mutter lebten, diese vor dem Umbruch, dem Fall, dem Milleniumskrieg, von dieser erzählte er, wie es alle alten Männer über ihre Jugend tun. Nicht nur jedoch hatte sich die Überzeugung einer geeinten Menschheit festgefressen, so gab es einmal nichts als Menschen und einen Volksirrglauben später zwei feindliche Völker - Auch ein Bild der alten Götter beherrschte seinen Kopf. Die größtmögliche Art von Personen, die in ihm Ekel und Fernweh wecken, sollten fortan Aions Priester sein. Manipulierende, gehirnwaschende Priester, so die Meinung eines manipulierten, hirngewaschenen Waldkindes. Wozu jedoch ein Ausbruch an übermäßigem Willen, Emotionen, innerer Kraft und Überzeugung führt, darüber listete er seit dem ersten Vorfall Aufzeichnungen. Dass Magie nicht von 'einem' Gott oder einer Religion, einer Überzeugung ausgeht, so war er sich klar, dass er den Gegenbeweis das erste Mal vor Augen sah, als ein Gebet an das Überirdische Irdisches veränderte. Das Grundprinzip eines Zaubers. Ob jedoch die Götter in dieser Welt, die Götter in den Köpfchen und Kirchen Atreias und vor allem die in seinem eigenen Gedankenkäfig existierten und kommunizierten, Macht verliehen und verlangten, oder die Wirkungsweise der Magie nur darin bestünde, in einem Ausbund an Narrheit, illusionierter Überzeugung sich selbst so aufzugeben, dass Übernatürliches freigesetzt wird - wollte er, so er die Gelüste danach unterdrücken konnte, gar nicht wissen. Es genügte ihm, dass seine Gebete Gehör finden. Um Rat, in Not und zu Ehren konnte er sich noch immer an die Traumbilder seiner Asen wenden, die ihm das väterliche Gefühl gaben, das ihm auf seinen Reisen fehlte.